Berufskonferenz Bau beschliesst Lohnforderung: 150 Franken für alle

20.06.2010


Das Bauarbeiterparlament der Unia verlangt für nächstes Jahr eine generelle Lohnerhöhung von Fr. 150.- für alle Bauarbeiter. Die 120 Delegierten haben zudem beschlossen, die Bauleute zu den zentralen Forderungen im Hinblick auf die Erneuerung des Landesmantelvertrages im nächsten Jahr zu befragen.


Die wirtschaftliche Situation auf dem Bau ist nach wie vor sehr gut und die Produktivität hat sich auch in den letzten Jahren weiter verbessert. Die Bauarbeiter wollen auch ihren Teil vom Kuchen haben und von den erarbeiteten Produktivitätsfortschritten. Die Unia-Baudelegierten haben deshalb am Samstag in Bern beschlossen für nächstes Jahr eine generelle Lohnerhöhung von Fr. 150.- für alle Bauarbeiter zu verlangen. Darin eingeschlossen sind der Teuerungsausgleich, ein Beitrag an die steigenden Krankenkassenprämien und eine bescheidene Reallohnerhöhung. Die Unia will nach den Sommerferien der von den Baudelegierten beschlossenen Lohnforderung mit einer breit angelegten Kampagne auf den Baustellen Nachdruck zu verleihen.
 
Im Hinblick auf die für nächstes Jahr anstehende Gesamterneuerung des Gesamtarbeitsvertrages für das Baugewerbe, dem Landesmantelvertrag für das Bauhauptgewerbe (LMV), hat die Unia bei ihren Bau-Vertrauensleuten eine Umfrage durchgeführt. Die Berufskonferenz hat die Ergebnisse diskutiert und beschlossen, die Bauarbeiter auf den Baustellen zu den am meisten genannten Forderungen zu befragen und dann die Prioritäten für die nächstes Jahr anstehenden Verhandlungen zu setzen.
 
Frühpensionierung mit 60 Jahren auf finanziell solider Grundlage
Mit Akklamation haben die Baudelegierten davon Kenntnis genommen, dass die vor acht Jahren erkämpfte Frühpensionierung auf dem Bau finanziell auf sicheren Beinen steht. Die Stiftung FAR weist per Ende 2009 einen Deckungsgrad von über 109 Prozent aus. Das bedeutet, dass die seit 2008 geltende Einschränkung des Leistungsbezugs um ein halbes Jahr auf Anfang nächsten Jahres aufgehoben werden kann und das Rentenalter 60 auf dem Bau wieder uneingeschränkt gilt.
 
Für weitere Auskünfte:
Hansueli Scheidegger, Sektorleiter Bau Unia
 
>> Dossier Bauhauptwerbe

Von: Kommunikation Unia
 
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